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Landrat fordert Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu umsichtigem Verhalten auf

20.03.2020

Mit den ersten Erkrankungen in Deutschland und in Schleswig-Holstein haben alle Kreise und so auch der Kreis Herzogtum Lauenburg Maßnahmen ergriffen, um die weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 möglichst aufzuhalten oder diese wenigstens zu bremsen. So wurden zunächst Betretungsverbote für Reiserückkehrer ausgesprochen, öffentliche Veranstaltungen eingeschränkt und später komplett verboten. Schulen und Kitas wurden landesweit geschlossen und auch der Einzelhandel auf die Grundversorgung zurückgefahren.

All diese Maßnahmen sollen durch Reduzierung der sozialen Kontakte dazu dienen, die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen ist aber maßgeblich von der Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet abhängig. Landrat Dr. Christoph Mager appelliert daher an die Menschen im Kreis: „Die wichtigste Verhaltensregel für die kommenden Tage und Wochen lautet: Bleiben Sie zu Hause! Vermeiden Sie soziale Kontakte wo es nur geht, gerade zu Menschen aus Risikogruppen.“

Landrat Dr. Christoph Mager
© Kreis Herzogtum Lauenburg 

Die eigene Wohnung sollte nach Möglichkeit nur verlassen werden, um Einkäufe des täglichen Bedarfs zu erledigen oder um zur Arbeit zu gelangen. „Je konsequenter sich alle an die geltenden Regeln halten, desto wahrscheinlicher und schneller werden wir diese Krise überwinden,“ so Mager weiter. „Es kann nicht sein, dass man nach wie vor Menschen in fröhlicher Geselligkeit in der Öffentlichkeit antrifft. Offenbar ist noch nicht allen klar, worum es bei den getroffenen Regelungen geht.“

Tatsächlich ist das neue Coronavirus nicht nur für Risikogruppen, also ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen, eine Gefahr. „Die Bilder aus Italien sind erschreckend. Menschen sterben auf den Fluren von Krankenhäusern, das italienische Gesundheitssystem arbeitet schon längst über dem Limit. Auch wenn unser Gesundheitssystem zu einem der besten der Welt gehört, können auch unsere Krankenhäuser keine Flut von Patienten gleichzeitig behandeln. Wir müssen die Ausbreitung des Virus daher so lange es geht verzögern. Nur so haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem, die sich täglich für Ihre Gesundheit einsetzen, überhaupt eine Chance.“

Laut Weltgesundheitsorganisation steigt die Zahl der Infektionen in Deutschland nach wie vor exponentiell an. Das Kreisgesundheitsamt versucht derweil noch über die Zurückverfolgung von Infektionsketten möglichst alle Träger des Virus zu isolieren und die Ausbreitung so früh wie möglich zu stoppen. „In Anbetracht des Verhaltens einiger Mitmenschen muss man sich fragen, wozu diese Arbeit überhaupt noch geleistet wird. Es sollte doch mittlerweile jedem klar sein, dass die Verbreitung nur mit persönlichen Einschränkungen aufgehalten werden kann. Vor einer Wochen hätte ich nicht daran geglaubt, dass wir in Schleswig-Holstein tatsächlich einmal über Ausgangssperren sprechen müssen. Aber offenbar werden wir in Anbetracht des unsolidarischen Verhaltens einiger Weniger, diesen Schritt diskutieren müssen.“


Verantwortlich für den Inhalt der Pressemitteilung:

Tobias Frohnert
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